Neue subdomains – Links zu §§/RiLi/Formularen

Mittels Eingabe der u.a. Subdomains (***.LStNl.de) in die Browsersuche gelangt man (ohne Umweg über die Google-Suche) direkt zum lohnsteuerrelevanten Content.

Natürlich kann man aber auch einfach hier unten auf den Link klicken.

Die diesbezügliche Differenzierung über Untermenüs im Punkt „§§/RiLi“ in der o.g. Menüleiste entfällt. Redundante und fehlerhafte Links werden so vermieden.

Außerdem habe ich für viele lohnsteuerliche §§-Fundstellen ebenfalls subdomains erstellt. Bisher hab ich hier immer „§8 EStG“ in Google eingegeben und dann über die Suchergebnisse die www.gesetzte-im-internet.de Fundstelle gefunden und angeklickt. Das kann ich mir nun sparen, indem ich direkt 8.lstnl.de eingebe.

LSt-SubdomainBeschreibung
39d.lstnl.de §39d-Antrag für beschr. einkommenst.pfl. ArbN
anhaenge.lstnl.de Anhänge zum LSt-Handbuch
bukg.lstnl.de Bundesumzugskosten-gesetz
estdv.lstnl.deESt- Durchführungs-VO
estg.lstnl.deEinkommensteuergesetz
esthb.lstnl.deamtliches ESt-Handbuch
formulare.lstnl.deFormularsammlung
hb.lstnl.deAmtliche Handbücher
lstb.lstnl.deLohnsteuerbescheinigung
lstdv.lstnl.deLSt-Durchführungs-VO
lsthb.lstnl.deamtliches LSt-Handbuch
lstr.lstnl.deLohnsteuerrichtlinien
lstva.lstnl.deLSt-Voranmeldung
sgb4.lstnl.deSGB IV (gemeinsame §§)
sgb5.lstnl.deSGB V (KV)
sgb6.lstnl.deSGB VI (RV)
lstrechner.lstnl.deLohnsteuer-Rechner
estrechner.lstnl.deESt-/z.v.E.-Rechner
USt-SubdomainBeschreibung
ustae.lstnl.deUSt-Anwendungserlass
ustdv.lstnl.deUSt-Durchführungs-VO
ustg.lstnl.deUmsatzsteuergesetz
usthb.lstnl.deamtliches USt-Handbuch
ustva.lstnl.deUSt-Voranmeldung
ustzm.lstnl.deUSt Zusammenf. Meldung
sonstige SubdomainBeschreibung
ao.lstnl.deAbgabenordnung
bukg.lstnl.de Bundesumzugskosten-gesetz
estdv.lstnl.deESt- Durchführungs-VO
estg.lstnl.deEinkommensteuergesetz
esthb.lstnl.deamtliches ESt-Handbuch
gewstg.lstnl.deGewerbesteuergesetz
gewsthb.lstnl.deamtliches GewSt-Handbuch
hb.lstnl.deAmtliche Handbücher
hgb.lstnl.deHandelsgesetzbuch
kstg.lstnl.deKörperschaftsteuergesetz
ksthb.lstnl.deamtliches KöSt-Handbuch
sgb4.lstnl.deSGB IV (gemeinsame §§)
sgb5.lstnl.deSGB V (KV)
sgb6.lstnl.deSGB VI (RV)
Einzel§§-SubdomainBeschreibung
3.lstnl.de§3 EStG st.freie Ein.
4.lstnl.de§4 EStG Gewinnbegriff
6.lstnl.de§6 EStG Bewertung
8.lstnl.de§8 EStG Einnahmen
9.lstnl.de§9 EStG Werbungskosten
19.lstnl.de§19 EStG nichtselbst. Arbeit
37b.lstnl.de§37b EStG Pauschalierung
38.lstnl.de§38 EStG Erhebung der LSt
38a.lstnl.de§38a EStG Höhe der LSt
38b.lstnl.de§38b EStG LSt-Klassen
39.lstnl.de§39 EStG Abzugsmerkmale
39a.lstnl.de§39a EStG FB / Hinzurech.B
39b.lstnl.de§39b EStG Einbehaltung
39c.lstnl.de§39c EStG Einbehaltung ohne ELSTAM
39e.lstnl.de§39e EStG ELSTAM
39f.lstnl.de§39f EStG Faktorverf.
40.lstnl.de§40 EStG Pauschalierung
40a.lstnl.de§40a EStG Geringfügige
40b.lstnl.de§40b EStG Zukunftssicher.
41.lstnl.de§41 EStG Aufzeichnungspfl.
41a.lstnl.de§41a EStG Anmeldung
41b.lstnl.de§41b EStG Abschluss
41c.lstnl.de§41c EStG Änderung
42b.lstnl.de§42b EStG LSt-JA-Ausgl.
42d.lstnl.de§42d EStG Haftung
42e.lstnl.de§42e EStG Anrufungsausk.

Jahressteuergesetz 2019 und weitere Änderungen

In der letzten Woche hat der Bundesrat dem Jahressteuergesetz 2019 und weiteren Gesetzesänderungen zugestimmt, die damit 2020 geltendes Recht werden. Gerade im Lohnsteuerrecht ist es unschön, hat sich aber leider eingebürgert – schlecht gemachte Gesetze, die der Gesetzgeber dem Arbeitgeber mit einer Umsetzungsfrist von vier Wochen vor die Füße wirft, während Finanzämter und Ministerien sich zurücklehnen, gucken was an Umsetzungsfragen hochkommt und dann zu kurzen Paragraphen lange BMF-Schreiben formulieren. Egal, hilft ja nichts.

  1. Die meisten Maßnahmen gab es bei der Förderung der Elektromobilität.
    • Die Begünstigungsvorschriften aus den letzten Jahren (Halbierung des Bruttolistenpreises/Ladesäulen/Steuerbefreiung bei „zusätzlichen“ Dienstfahrrädern etc.) werden bis 2030 verlängert.
    • Rein Elektrische Kraftfahrzeuge mit einem Bruttolistenpreis bis 40.000 EUR sollen ab 2020 sogar nur mit einem Viertel des Bruttolistenpreises in die Versteuerung einfließen. Das gilt auch für solche, die schon 2019 angschafft wurden (d.h. 2019 Versteuerung mit 0,5 BLP / 2020 Versteuerung mit 0,25 BLP). Das Betrifft auch E-Scooter und Pedelecs (schneller 25 km/h).
    • Der Ansatz von 1/4tel des BLP schlägt auch auf Fahrräder/E-Bikes durch, wenn diese i.R. einer Entgeltumwandlung überlassen werden und mithin nicht steuerfrei nach §3 Nr. 37 EStG sind.
    • Fahrräder/E-Bikes können durch den Arbeitgeber an den Mitarbeiter übereignet und dabei mit 25% pauschalversteuert werden, §40 Abs. 2 Nr. 7 EStG.
    • Für die Halbierung des Bruttolistenpreises für Hybrid-Kraftfahrzeuge gelten in den kommenden Jahren ansteigenden Voraussetzungen (ab 2022 sind 60 km rein elektrische Reichweite, ab 2025 sogar 80 km erforderlich).

Wem das mit der Elektromobilität längst zu übersichtlich geworden ist, meine Mindmap zum Thema Elektromobilität wurde angepasst und die Neuerungen 2020 sind dort eingearbeitet worden. Diverse umsatzsteuerliche Fragen sind aber weiter offen.

  1. Jobtickets iSv. §3 Nr. 15 EStG können durch den Arbeitgeber auch mit 25% pauschalversteuert werden (§40 Abs. 2 Nr. 2 EStG), dann unterbleibt der Vermerk auf der Lohnsteuerbescheinigung und die Werbungskosten werden nicht gekürzt. Sinnvoll ist das auch, wenn er sich die komplizierte Amortisationsrechnung aus dem BMF-Schreiben nicht antuen möchte.
  1. In der Lohnsteueranmeldung wird künftig zwischen Lohnsteuern für den aktuellen Abrechnungsmonat und den Lohnsteuern, welche für einen anderen Veranlagungszeitraum entstanden sind unterschieden. Dadurch soll der Finanzverwaltung der Abgleich der bescheinigten Lohnsteuern mit den vorangemeldeten Lohnsteuern ermöglicht werden.
  1. Für einfache Fälle der beschränkten Steuerpflicht kann der Arbeitgeber die ELSTAM künftig elektronisch abrufen. Die Mitarbeiter können den Arbeitgeber zur Beantragung einer Steuer-ID bevollmächtigen, mit dieser kann der Arbeitegeber dann den ELSTAM-Abruf anstoßen.
  1. Die Verpflegungsmehraufwendungen werden angehoben, von 12 auf 14 EUR bzw. von 24 auf 28 EUR. Auch mit Berufskraftfahrern hatte der Fiskus ein Einsehen, die bekommen jetzt auch pauschal mindestens 8 EUR (§9 Abs. 1 S. 3 Nr. 5b EStG).
  1. Überlässt der Arbeitgeber seinem Mitarbeiter eine Dienstwohnung, dann führt das künftig nur noch zum geldwerten Vorteil, soweit die gezahlte Miete 2/3tel des ortsüblichen Mietwerts (also Unterkante Mietspiegel zzgl. konkrete Nebenkosten) unterschreitet, §8 Abs. 2 S. 12 EStG.
  1. Gravierendste Änderung ist aber, dass der Fiskus jetzt ins Gesetz schreibt, was seiner Meinung nach Barlohn und was Sachlohn ist. Der Gesetzestext (§8 Abs. 1 EStG) ist relativ kryptisch, die Gesetzesbegründung wird schon konkreter. Konkret will der Fiskus insbesondere die Modell mit den sog. Prepaid-Kreditkarten künftig unterbinden. Gutschein-Karten sollen nur noch dann als Sachbbezug iSd 44 EUR-Grenze bzw. iSd §37b EStG gelten, wenn die Anzahl ihrer Akzeptanzstellen beschränkt ist. D.h. ein Gutschein für ein konkretes Geschäft oder für ein konkretes Einkaufszentrum gilt grds. weiter als Sachbezug, auch wenn er auf einen Betrag lautet. Unangenehm ist auch, dass nachträgliche Kostenerstattungen und zweckgebundene Geldleistungen stets Barlohn sein sollen.
  1. Es gibt eine neue Steuerbefreiungsvorschrift für Weiterbildungsleistungen (§3 Nr. 19 EStG). Steuerfrei sind Maßnahmen, die der „Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit“ dienen. Damit sollen wohl vor allem Diskussionen bzgl. Sprachkursen und anderen Maßnahmen vermieden werden, die nicht explizit den konkreten Arbeitsstelle betreffen. Überspitz kann man sagen, alles was der Arbeitgeber bezahlt und was nicht grad der Bootsführerschein ist, das wird wohl steuerfrei sein. Bei Maßnahmen, die der Mitarbeiter gebucht hat (wo er selbst Rechnungsempfänger ist) und der Arbeitgeber lediglich Werbungskostenersatz leistet – da wäre ich aber weiterhin vorsichtig und würde mich an an die Lohnsteuerrichtlinien (R19.7 LStR = ganz überwiegend eigenbetriebliches Interesse, sofern Zusage vor Vertragsabschluss + tlws. Anrechnung auf die Arbeitszeit + Vereinbarung einer Rückzahlungsklausel + Abstempeln des Originalbelegs).

Die Anhebung der Entfernungspauschale ab dem 20ten Kilometer hat es nicht ins Gesetz geschafft. Mithin auch nicht die sog. Mobilitätsprämie, die für die Leute gedacht war, wo sich der Werbungskostenabzug nicht ausgewirkt hätte.

Auch die „Förderung alternativer Wohnformen“ ist nicht mehr enthalten.

Steueroptimierung bei Abfindungen – Teil 3

Nun der finale Teil meiner Reihe über Abfindungen und Ihre Optimierung. Ausgangsbasis der nachfolgenden Überlegungen ist das folgende Beispiel. Die Steuerberechnungen sind jeweils vereinfachte Schätzungen (ESt/Solz – keine KiSt).

Beispiel:
Das Arbeitsverhältnis zum Mitarbeiter wird im Dezember des Jahres 2019 aufgelöst. Hierfür erhält er 150.000 EUR Abfindung.
In den Monaten zuvor verdiente er (ohne Abfindung und unter Abzug aller steuerrelevanten Kosten) ein zu versteundes Einkommen von 60.000 €.
In Summe hat er also 210.000 €erhalten.

Die Gesamtsteuerbelastung beträgt:
* ohne Fünftelung = 83.787 €
* mit Fünftelung = 83.787 €

Die Fünftelung wirkt sich hier nicht aus, da der Mitarbeiter mit seinem nicht begünstigten Einkünften bereits im Spitzensteuersatz gem. §32a EStG liegt.

[Berechnung mittels Parmentier-Steuerrechner]

Gehen wir jetzt also einmal die Möglichkeiten durch.

„Steueroptimierung bei Abfindungen – Teil 3“ weiterlesen

Rückblick: Literatur rund um das Arbeitsverhältnis im Oktober 2019

Ohne Umschweife direkt zum Thema:

BETRIEB UND PERSONAL

In der Betrieb und Personal Ausgabe 10/2019 geht es schwerpunktmäßig um das Statusfeststellungsverfahren und dem Risiko von Scheinselbständigkeiten. Die üblichen Risiken werden nochmal gut zusammengefasst:

  • Beitragslastverschiebung, §38g SGB IV,
  • Mindestlohnanspruch, Kündigungsschutz,
  • Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall,
  • Nachzahlung tarifvertraglicher Ansprüche, z.B. bAV
  • usw.

Insofern durchaus zutreffend der „Hinweis für die Praxis“, dass einige Tätigkeiten sich bei realistischer Betrachtung schlicht nicht selbständig durchführen lassen – Gruß an all die Gastronomen auf den Kölner Ringen.

Passend zum Thema geht es dann auch noch darum, mittels einer Anrufungsauskunft den lohnsteuerlichen Status eines Mitarbeiters (analog zum Statusfeststellungsverfahren) abzuklopfen. Klar, wenn man das Finanzamt komplett lahmlegen will ist das keine doofe Idee – beliebt macht man sich dadurch aber bestimmt nicht und auf die fehlende Bindungswirkung zwischen Steuer- und SV- Würdigung wird auch gleich hingewiesen.

Ebenfalls interessant ein Beitrag über das BAG Urteil vom 27.02.2019, 5 AZR 354/18, bei dem ausgeführt wird unter welchen Voraussetzungen AT-Angestellt Ansprüche auf Gehaltserhöhung aus betrieblicher Übung ableiten können. Spoiler Alarm: Wenn der Arbeitgeber über Jahre die Tariferhöhungen unterschiedslos an die AT`ler weitergibt, dann hat er ehr schlecht Karten.

DER BETRIEB

In DB 40/2019 zeigt Höfer die Möglichkeiten zur Förderung der bAV bei Einnahme-Überschuss-Rechnern.

In DB 41/2019 fasst Körlings nochmal die arbeitsrechtliche Rechtsprechung zur sachgrundlosen Befristung zusammen und Vossen gibt uns einen Einblick in die Aufklärungspflichten beim betrieblichen Eingliederungsmanagement.

In DB 43/2019 ist der Erlass des FinMin. Mecklenburg-Vorpommern vom 26.09.2019 zu finden, wonach bundeseinheitlich abgestimmt die Überlassung von Unterkunft und Verpflegung bei 24-Stunden-Pflege im ganz überwiegend betrieblichen Interesse erfolgt und nicht zu Arbeitslohn führt.

Außerdem dargestellt von Eufinger, die Arbeitnehmerrechte, die bei internen Untersuchungen bestehen.

NWB

In NWB 40/2019 berichtet Seifert nochmal über das BFH Urteil v. 03.07.2019 – Az. VI R 36/17 bzgl. der unbelegten Brötchen und zieht Parallelen zum Wiesn-Brezn Urteil vom 03.08.2017 – Az. V R 15/17 (zur Umsatzsteuer). Außerdem zieht er Rückschlüsse aus dem lohnsteuerlichen Urteil für die Umsatzsteuer und meint, dass dem Arbeitgeber aus unbelegten Brötchen mithin grds. Vorsteuerabzug zusteht.

Außerdem gibt Geserich einen sehr lesenswerten Überblick über die aktuelle Rechtsprechung zur Bestimmung der ersten Tätigkeitsstätte, (Urteil v. 4.4.2019 – VI R 27/17; v. 10.4.2019 – VI R 6/17, sowie v. 11.4.2019 – VI R 36/16 und VI R 40/16 und VI R 12/17). Drei Dinge braucht es bekanntermaßen für eine erste Tätigkeitsstätte:
1. eine Ortsfeste Einrichtigung,
2. ein dauerhaftes Tätigwerden und
3. die Zuordnung des Arbeitgebers.
Insbesondere das letzte Merkmal wird hier näher beleuchtet.

Thönnes und Langhoff geben uns in NWB 42/2019 eine rechtliche Einordnung einer „selbständigen“ Tagesmutter aus steuer- und sozialversicherungsrechtlicher Sicht.

In NWB 43/2019 kommt von Hermes ein Beitrag zur Mahlzeitengestellung und den Auswirkungen auf die Verpflegungsmehraufwendungen bei Flugreisen. Behandelt wird u.a. die fehlende Harmonisierung von Werbungskostenabzug und Sachbezugsversteuerung, die Verpflegung in der Business-Class und in Flughafen-Lounges. Alles durchaus lesenswert.

Ebenfalls in 43/2019 kommt von Bisle ein Beitrag über Stolperfallen in Arbeitsverhältnissen. Thematisiert werden solche mit dem Ehegatten (Dienstwagenüberlassung im Minijob), Nutzungsverboten beim Dienstwagen, Krankenversicherungsbeiträgen i.Z.m. der 44 EUR-Grenze, §3 Nr. 15, Betriebsfahrräder usw. – alles in allem (im positiven Sinne) ein ziemlicher Lumpensammler. Wer nicht zu einem Jahreswechselseminar geht, der kann sich das durchaus gönnen.

DSTR

In DStR 40/2019 gibt uns Wünnemann eine Erste Einschätzung über die Eckpunkte des Klimaschutzprogramms 2030 aus steuerlicher Sicht.

Technisches zu diesem Blog

Nachfolgend ein paar allgemeine Infos zu diesem Blog.

Der Blog ist nicht nur unter www.lohnsteuer-newsletter.de erreichbar. Wer nicht soviel Text in die Adresszeile seines Browsers eintippen möchte, der kann auch die folgenden Domains verwenden:

Oben im Menü „taxmaps“ gelangt man auf die Übersicht meiner Steuer-Mindmaps (taxmaps). Dort sind jetzt auch ein paar kleine animierte Gif`s als Anleitung für den Umgang mit den Mindmaps hinterlegt (der Erklärbär).

Über das Menü „§§/LStR“ gelangt man direkt auf eine Vielzahl nützlicher externer Links, die man oft täglich benötigt: LSt/ESt-Richtlinien, Gesetzestexte, Vordrucke zur LSt- Voranmeldung oder zur LSt-Bescheinigung – spart also den Umweg über Google.

Wem auch der Weg über meinen Blog und das dortige Menü noch nicht schnell genug ist, der kann alternativ für die Gesetzes-/Richtlinien-Fundstellen auch die nachfolgenden Subdomainadressen im Browser eingeben und landet direkt auf der entsprechenden Seite.

1anhaenge.lstnl.de Anhänge des LSt-Handbuchs
2ao.lstnl.de Abgabenordnung
3estg.lstnl.de EStG (Inhaltsverzeichnis)
4estr.lstnl.de  ESt-Rili (Inhaltsverzeichnis)
5ustdv.lstnl.de USt-Durchführ.VO (Inhaltsv.)
6hgb.lstnl.de HGB (Inhaltsverzeichnis)
7kstg.lstnl.de KöSt (Inhaltsverzeichnis)
8lstr.lstnl.de Lohnsteuer-Rili
9sgb4.lstnl.de SGB IV (Inhaltsverzeichn.)
10ustae.lstnl.de USt-Anwendungserlass
11ustg.lstnl.de UStG (Inhaltsverzeichnis)
12ustva.lstnl.deMuster Umsatzsteuervoranmeld.
13lstva.lstnl.deMuster LSt-Voranmeldung
14lstb.lstnl.deMuster LSt-Bescheinigung

Hinter dem Menü „Links“ finden sich eine weitere Sammlung von nützlichen externen Links, lesenswerte Blogs, Steuer-Rechner und Seminaranbieter.

Das Menü „News“ ist eine Zusammenfassung meines Twitter-Kanals. Ich blogge hier nicht über jedes neue BFH-Urteil oder jedes neue BMF-Schreiben (keine ZEIT!!!) – ich werde diese aber sicherlich auf Twitter retweeten. Wer mir nicht auf Twitter folgen kann oder mag, der kann sich folglich über die News-Seite trotzdem „up to date“ halten.

Außerdem gibt es oben rechts im Menü jetzt einen Schieberegler, mit dem man den Dark-Mode für diesen Blog anschalten kann (ohne irgendwelche Browser-Plugins zu installieren). Ich hoffe das das Template diese Einstellung künftig maschinell aus der im im jeweiligen Betriebssysstem hinterlegten Einstellung übernehmen kann – wir werden sehen.

Außerdem habe ich keine Kosten und Mühen gescheut und seit letzter Woche läuft dieser Blog komplett auf SSD und die Daten sind noch schneller verfügbar.

Bürokratieabbau bei Bewirtungsaufwendungen (dringend erforderlich, einfach umzusetzen, warum passiert hier nichts?)

Essen muss jeder! Essen ist daher grds. immer privat und nicht die Aufgabe des Fiskus insoweit beim Steuerpflichtigen eine Entlastung durch Abzug der diesbezgl. Kosten vom steuerlichen Einkommen zuzulassen.

Wenn Bewirtung aber im betrieblichen Kontext und nicht im rein privaten Bereich erfolgt, dann lässt der Fiskus den Abzug (in unterschiedichem Umfang) aber doch zu. Die Frage ist, warum er für die Art und Weise des Abzugs eine Vielzahl von unterschiedlichen Sachverhalten differenziert? Das soll vermutlich der Steuergerechtigkeit dienen, faktisch ist diese Komplexität aber nicht zu vermitteln. Bewirtungsfragen sind daher Dauerbrenner in den Außenprüfungen und bei Schulungsveranstaltungen. Nirgendwo wäre ein Bürokratieabbau so nötig und – wie ich nachfolgend aufzeigen möchte – nirgendwo wäre er so einfach möglich. Das würde wirklich der Steuergerechtigkeit dienen, weil der Steuerbürger/der Unternehmer seinen steuerlichen Pflichten dann überhaupt erst nachkommen kann, ohne erst jede Büro-Assistenz zur/zum Steuerfachangestellten weiterzubilden.

Ich werde nachfolgend die – steuerlich zu unterscheidenden – Bewirtungssachverhalte beispielhaft auflisten. Im Beispiel gibt der Unternehmer jeweils 1.190 EUR (inkl. 19% Umsatzsteuer) für den jeweiligen Bewirtungssachverhalt aus. Sodann wird aufgelistet, welche Steuern darauf anfallen (z.B. §37b EStG) und welche steuerliche Entlastung (z.B. Vorsteuerabzug/Betriebsausgabenabzug) der Unternehmer erhält. D.h. unter jeden Sachverhalt steht, wieviel von den 1.190 EUR prozentual den Unternehmer final belastet haben – die Differenz zu 100% geht dann folglich zu Lasten des Fiskus und stellt den %-Teil dar, mit dem sich letztlich die Allgemeinheit an dieser Bewirtung beteiligt hat.

Danach stelle ich die Frage, ob die jeweilige steuerliche Belastung eine derartige Komplexität rechtfertigt oder ob man nicht mit einer gesetzlichen Vereinheitlichung das gleiche Ziel bei weniger Stress erreichen könnte. Für einen besseren Überblick liste ich aber zunächst einmal die 14 unterschiedlichen Bewirtungen auf, welche mir auf die Schnelle eingefallen sind. Falls ich einen Sachverhalt vergessen habe, bitte kurze Mail an mich, ich trage das dann nach.

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Rückblick: Literatur rund um das Arbeitsverhältnis im Juli 2019

Für diejenigen, die letzten Monat nicht die Zeit hatten sich durch die – trotz Sommerpause umfangreiche – veröffentlichte Fachliteratur zu arbeiten, werfe ich einen Blick zurück, auf die lohnsteuerrelevanten Fachaufsätze im Juli 2019 in den Zeitschriften Betrieb+Personal, DStR, Der Betrieb und NWB.

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Steuern & Abgaben auf Mobilität / Vergleich Diesel gegen Elektroauto

Meine aktuelle Droschke (mit 4 Ringen vorne dran) feiert demnächst 10jähriges Jubiläum. D.h.: Fährt zwar noch, aber wird – gefühlt – nur noch von Kaugummi und Gebeten zusammenhalten. Eine neue sollte her – am besten gleich (ganz zukunftssicher)  eine von diesen neuen Elektro-Droschken.

Ich fange also an zu recherchieren und stelle fest, dass es immer noch günstiger ist, den Leuten innerstädtisch mit dem Diesel die Luft zum atmen zu nehmen, als dort mit dem Elektroauto für Ruhe zu sorgen. Wie kann das sein, wo wir gefühlt seit 10 Jahren hören, dass demnächst 1 Mio. Elektroautos auf unseren Straßen unterwegs sein sollen.

Also wühle ich mich ein wenig durch die Zahlen, weil ich wissen will: Wieviel Steuern & Abgaben stecken in 100 KM Fahrtstrecke, jeweils differenziert nach den unterschiedlichen Beförderungsmitteln?

Wieviel Steuern & Abgaben stecken in 100 KM Fahrtstrecke, jeweils differenziert nach den unterschiedlichen Beförderungsmitteln? „Steuern & Abgaben auf Mobilität / Vergleich Diesel gegen Elektroauto“ weiterlesen

Steuer-Recherche mit Mindmaps am Beispiel Arbeitslohn

In der operativen Arbeit geht es zwar oft unter, aber Steuerleute/Steuerberater sind eigentlich Wissensarbeiter. Der Umgang mit dem Wissen wird aber nicht unterrichtet. Ich denke Mindmaps eignen sich nicht nur für ein schnelles Brainstorming, sondern auch als bildhafte Wissensdatenbank. In einer solchen §§-Landkarte lassen sich dann, neben Urteilen und Verfügungen, auch Artikel aus unterschiedlichen Fachzeitschriften themenspezifisch ablegen und im Bedarfsfall schnell abrufen.

Mindmaps eignen sich aber auch hervorragend für eine anlassbezogene Steuerrecherche: Beispielsweise klingt die Frage nach der steuerlichen Definition von Arbeitslohn auf den ersten Blick trivial – die Masse an vorhandener Rechtsprechung zeigt aber, dass dem nicht so ist. Wer sich einen Überblick verschaffen oder sogar eine Systematik erkennen will, findet dabei die immer gleichen Textbausteine und gewinnt den Eindruck, es wären alles individuelle Bauchentscheidungen.

Ich nutze das Thema „Arbeitslohn“ hier also beispielhaft, um zu zeigen, wie Mindmaps bei der Steuerrecherche sinnvoll eingesetzt werden können.

1. Materialsammlung

Ich hatte mir zunächst alle Urteile aus Datenbanken gesucht und wild in der Mindmap abgelegt. Der Knoten enthielt dabei Datum, Aktenzeichen und ein kurzes Stichwort. Sehr zu empfehlen ist hier z.B. die NWB-Datenbank, da diese sehr schöne Querverweise zu anderen – ähnlich gelagerten – Fällen herstellt.

Im Notizbereich des jeweiligen Knotens, habe ich das Urteil im Volltext abgelegt. Wenn es ein BFH-Urteil war, habe ich in einem Unterknoten darunter jeweils das zugehörige FG-Urteil in gleicher Weise hinterlegt.

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